Hochzeitsreise

Wir waren zu einer Hochzeitsfeier eingeladen, das finden wir immer sehr schön. Diese Feier war im Süden Dänemarks, für uns ist es eine Fahrt einmal durch die Republik, fast von den Alpen bis zur Elbe und dann noch ein Stückchen weiter.

An der Elbe hatte ich letztes Jahr ein schönes Fleckchen Erde kennengelernt. Kollmar an der Elbe.

Da haben wir übernachtet. Leider kamen wir zu spät für Fischbrötchen oder Currywurst. Für den Sonnenuntergang und die letzten Pommes hat’s aber gereicht 👍.

Auf dem Weg zum Polterabend kamen wir am Emil-Nolde-Museum vorbei, da mussten wir unbedingt reinschauen. Ein schöner Garten umgibt das Wohnhaus des Künstlers, ringsum nix als Natur. Und im Haus werden natürlich Bilder gezeigt, einige davon erstmals in der Öffentlichkeit zu sehen. Knapp 500 Bilder sind im Depot, im Haus können nicht alle gezeigt werden, immer im Frühjahr wird eine neue Ausstellung vorbereitet.

Sehr kunstvoll gestaltet sind einige Häuser im dänischen Städtchen Varde, in der die Trauung vollzogen wurde.

Die Hochzeit und die dazugehörige Feier waren ja schon Anlass genug für die Reise, aber wenn wir nun mal so nah an der Nordsee sind, hängen wir doch einige Tage dran. Nördlich von Esbjerg fanden wir einen herrlichen Dünencampingplatz.

Auch auf dem Weg dorthin haben wir Kunst gesehen, habe mich ja gleich in Spanien gewähnt 🙄

Nach einem leider total verregneten Tag kam dann wieder die Sonne raus, herrlich.

Warum aber alle mit dem Auto an den Strand fahren, haben wir nicht ganz verstanden …

Da wir keine sehr ausdauernden Strandlieger sind, haben wir noch unsere Räder bewegt. Und eins muss ich den Dänen lassen: hier gibt es eine Rad-Infrastruktur vom feinsten, da können wir ganz viel lernen!

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Staudengarten Weihenstephan

Vor ein paar Tacen haben wir mal wieder den Staudengarten in Weihenstephan besucht. Viel zu selten schauen wir dort vorbei, dabei sind es lediglich 13 Kilometer mit dem Fahrrad…

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Route National 88 oder Le Dorier

Eigentlich wollte ich heute meine Begeisterung über die heute gefahrene Strecke zum Ausdruck bringen. Fast die gesamten 335 km sind wir auf der N88 gefahren. Die verläuft nördlich des Tarn nach Nordwesten. Mal als vierspurige Autobahn, oft als gut Bundesstraße ohne Kreuzungen oder die in Frankreich so beliebten Giratoires, Kreisverkehre. Und durchaus längere Strecken einfach zweispurig, eher eng, kurvig.

Kein Wunder, erst fahren wir durchs Tal des Lot, dann geht es hoch in die Cevennen. Über 1200m, so hoch wie der Harz, aber vollkommen anders.

Ich hatte schon während der Fahrt beschlossen, der RN88 widme ich mal eine ganze Reise, gucken, staunen, wandern, genießen.

Diesmal aber gibt’s nur ein paar Fotos, keine Abstecher.

Diese Region ist so vielfältig, Wahnsinn.

Als Zwischenhalt für zwei Nächte hatte ich einen Campingplatz hoch über der Loire ausgesucht.

Weil erstens abgelegen, damit sich die ganzen Eindrücke setzen können und, zweitens, wir uns nochmal ganz ganz der Sonne hingeben können.

Der Platz liegt oberhalb eines kleines Ortes nahe St Etienne ganz weit über der Loire, Saint Victor sur Loire.

Die Zufahrt ist mit unseren 8qm Wohnfläche schon fast abenteuerlich. Ob der Platz noch kommt? Ja!

Camping naturiste Le Dorier. Www.ledorier.fr .

Im Internet hatte ich gelesen, dass heute Abend etwas Organisiertes stattfindet, Aber was?

Erstmal stehen wir vorm Tor. Bitte klingeln und fünf Minuten warten. Wir klingeln. Keine drei Minuten später steht Patrick vor uns, nur mit Schürze bekleidet. FKK eben. „Hallo! Herein! Wie schön, dass ihr da seid.“

Die Formalitäten dauern etwas länger, offensichtlich kommen nicht so viele Nicht-Mitglieder. Wir bekommen, zu einem etwas höheren Preis, einen Premium-Stellplatz. Gleich über dem Pool, mit Blick auf die Loire.

Schon beim ersten Kontakt hat uns Patrick gleich mal zu dem Event eingeladen. Essen 10 Euro, jedes Getränk 1 Euro und überhaupt sei doch ein Ricard nur der Anfang.

Aha. Sollen wir echt dahin gehen? Wir sind gute Touris und nehmen diese Einladung an.

Eva spricht ganz gut französisch, ich verstehe etwas und kann in Frankreich alles bestellen, was ich brauche. Smalltalk ist kaum drin.

Da wir zur vereinbarten (vorgeschlagenen) Zeit nicht da sind, kommt die Schürze, ähm Patrick vorbei. „Apéritif! “

OK, wir kommen gleich. Eva ist gerade im Pool, das dauert noch ein bißchen…

Etwas pflichtbewusst gehen wir dann los, ach, doch lieber was anziehen. Patrick wird auch um Mitternacht noch mit Schütze, nur mit Schütze rumlaufen. Fast alle anderen sind eh schon angezogen gekommen. Der President zieht zum Essen eine Hose an, das T-Shirt reicht ja auch nicht weit genug.

Wir werden toll eingebunden, der Chef sitzt bei uns und wir unterhalten uns blendend. Frenglish 😀.

Um die 30 Leute, fast alles Vereinsmitglieder, freuen sich auf das Essen. Es gibt Salat und etwas Suppe vorneweg, dann halbes Huhn aus dem steinernen Backofen mit dicken Scheiben Brot, die mit Ratatouille belegt sind. Köstlich. Patrick hat zusammen mit der Präsidentenfrau gekocht, und das haben die beiden super gemacht.

Wir helfen mit aufzuräumen, der zweite Programmpunkt folgt. Es gibt im Gemeinschaftshaus … jawoll, Karaoke. Das ist witzig. Ein paar Gläschen später kann ich die meisten Lieder fast gut mitsingen. Weit nach Mitternacht schaffen wir beschwipst den Absprung. Noch ein ruhiges Gläschen aus dem eigenen Fundus und dann geht Eva ins Bett. Ein wundervoller Abend!

Ich schau mir noch den Sternenhimmel an und dann … noch schnell ein paar Zeilen bloggen.

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Adios

Sturmwarnung für Ainsa. In der Nacht hat es so stark geschüttet… das war eine Entscheidungshilfe. Nicht noch einen Tag die Pyrenäen im Parque National de Ordesa y Monte Perdido erleben, das will ich aber bei Gelegenheit nachholen, sondern gleich weiter Richtung Heimat.

Am Hospital de Parzán – Tankstelle, Supermarkt, Restaurant – gibt’s den letzten Café con Leche. Und zwei Kilometer später noch eine weitere kurze Pause. Baustelle im Tunnel, bitte warten.

Ein kleiner Wasserfall plätschert den Fels hinunter und dann können wir weiter.

Der drei Kilometer lange Tunnel erspart uns reichlich Kurbelei gegenüber einer Passfahrt. Die relativ kleinen Straßen sind auch so schon irgendwie anstrengend.

Frankreich empfängt uns dann eher lieblich. So mag ich das .

Unsere Route zum Zwischenziel in Rivière führt uns aber durch den Großraum von Toulouse. Das ist nervig, verstopfte Straßen, ungeduldige Autofahrer. Wie Paris ist auch die Verkehrsplanung rund um die Stadt zentralistisch, alle Wege führen nach Toulouse. Fürchterlich, da waren wir auch nicht entspannt.

Der kleine Campingplatz am Tarn in dier Nähe von Albi st dann wie eine Ruheinsel für uns 🥂.

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1500 Kilometer Heimweg

Hin und weg

Da wir Anfang nächster Woche daheim sein wollen, leiten wir heute die Rückreise ein. Rund 1500 Kilometer liegen vor uns, im Schnitt um die 300 Kilometer am Tag. So trifft es sich gut, dass es nieselt und kühl ist, als wir heute Morgen San Sebastian in Richtung Pamplona verlassen. Auch diese Stadt lassen wir links liegen, denn wir können keine Altstädte, Kathedralen und Gassen mehr aufnehmen. So viel gesehen in den letzten Wochen. Gnädig lassen wir uns also vom Nebel einhüllen und rollen auf der leeren Autobahn dahin.

Bis, ja, bis endlich unser spanischer Lieblingssupermarkt auftaucht, in dem wir uns für zuhause mit Wein, Jamon und anderen Leckereien eindecken.

Nachdem wir den quirligen Großraum Pamplona verlassen haben, durchfahren wir das leere Aragonien. Achim wird ganz narrisch, weil es so schöne Ausblicke gibt, man aber nicht anhalten kann.

Gegen halb fünf erreichen wir unseren Drei-Sterne- Campingplatz in Ainsa, ein Dörfchen in…

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Costa Vasca oder Auf dem Weg nach Donostia

Am Meer von Bilbao nach Osten, das Meer, die Biskaja, immer links neben uns. Doch zuerst führt uns ein Highlight am Rio del Nervión, der auch durch Bilbao fließt, flussabwärts nach Portugalete. Durch die kleinen Gassen dort sind wir auf der Suche nach einem passenden Parkplatz. Fehlanzeige. Wir sehen Laufbänder, die als Aufstiegshilfen beliebt sind.

Und durch die Häuserschlucht erblicken wir die Sehenswürdigkeit:

Die 1893 errichtete Schwebefähre (seit 2006 Weltkulturerbe der UNESCO) verrichtet nach wie vor ihren Dienst. Eine Brücke ist hier undenkbar, liegt doch 10 km Flußaufwärts der Hafen von Bilbao. Es ist eng auf dieser Seite des Flusses, das bereitet schon ein wenig Stress. Keine Parkplätze, kein Platz fürs WoMo im Wartebereich der Fähre. Aber dann geht’s doch weiter. Wir schweben nach Getxo auf der östlichen Seite des Flusses.

Und dort finden wir schnell einen Parkplatz, ein Café und den Blick auf dieses Wunderwerk.

Erst mal raus aus dem Gewusel, dann weiter über kleine Straßen. Ein Hinweisschild macht uns neugierig. Eine Birdwatching-Area wird angekündigt. Au ja, das finde ich gut. Links rein, kleiner Spaziergang zu einem Beobachtungsstand auf die Marschlandschaft – ach, gibt’s das hier auch 🙄.

Natürlich ist gerade nicht so viel los. Schauen wir doch mal ins Informationszentrum.

Das ist ja sehr nett aufbereitet. Und drinnen so ? Drinnen wird der Vogelzug erklärt, die Biskaja ist ja eine der meistbeflogenen Zugvogelrouten.

Uns zieht’s aber weiter. Der kleine Ort Lekeitio wird so sehr angepriesen, da müssen wir unbedingt vor Einsetzen der Flut sein. Die der Strandbucht vorgelagerte kleine Isla de San Nicolas ist nämlich zu Fuß erreichbar.

Wir sind gerade noch im Zeitfenster dort. Kurz rüber, Fotos und dann bitte wieder zurück. Sagte der Mann von der Strandaufsicht. Und wie wahr ! Eine Stunde später waren die ersten Abschnitte des Weges unter Wasser.

Sehr nett. Allerdings nicht vergleichbar mit einem Ausflug nach Neuwerk.

Aber auch schön. Der Blick zurück nach einem Café con Leche zeigt eine Insel vor dem Strand – ohne Steg.

Die folgenden 65 Kilometer führten über die bergige und kurvenreiche Küstenstraße. Jedenfalls eine Zeitlang. Dann haben wir mit dem Vorsatz gebrochen, keine Mautstraßen zu benutzen. Wir investierten 4 Euro und 28 Cent für die privat finanzierte AP8 und ruckzuck lag Donostia vor uns . Besser bekannt unter dem Spanischen Namen San Sebastian. Einen Campingplatz gibt’s hier nicht, aber einen städtischen Stellplatz. Eng stehen die Wohnmobile aneinander. Keinerlei Einrichtungen, macht nichts, wir haben ja alles an Bord. Auch Fahrräder haben wir dabei und damit fahren wir schnell mal in die Stadt. Drei Kilometer und schon sind wir im Zentrum.

Am Strand ist zwar schon alles hochgeklappt, in der Altstadt aber noch nicht. Wir konzentrieren uns ganz auf das Abenteuer Pintxo. Taverne, Bier oder Wein. Dazu dann ein , zwei Pintxos , Kleinigkeiten zum Essen. Kostet nicht viel, schmeckt sehr gut. Naja, manchmal ist dann doch ein unerwarteter Geschmack drin. Und dann geht’s in die nächste Kneipe. 😁

Kim restlichen Spanien sind die Leckereien als Tapas bekannt und geschätzt. Man sucht aus und bestellt. Hier, in Donostia, packt man sich die gewünschten Teile selbst auf einen Teller.

Zum Abschluß wäre noch ein kühles Getränk am Strand recht. Aber leider … da sind wir wohl die Einzigen. Die beiden Gruppen waren Selbstversorger.

Und wir haben glücklicherweise einen gut gefüllten Kühlschrank im Auto 🍻

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Entspannt in Bilbao

Hin und weg

Bilbao ist eine coole Stadt. Falls es irgendetwas geben könnte, was mich hier irritiert, dann wäre es vielleicht die Sprache. Voller x oder tx, jedenfalls kann man sie nicht entziffern, nichts verstehen. Da ist die gemeine Touristin froh, dass alles zweisprachig, also in Baskisch und Kastilisch beschriftet ist. So hat man eine kleine Chance zu verstehen, worum es geht.

Zum Beispiel Zubizuri. Kommt doch niemand auf die Idee, dass das Spanisch ist. Ist es ja auch nicht. Ist Baskisch, bedeutet weißer Bogen und ist der Name einer elegant geschwungenen weißen Brücke, die eines der Wahrzeichen Bilbaos ist.

Ein weiteres ist das Guggenheim-Museum, von 1993 bis 1997 vom amerikanischen Architekten Frank Gehry gebaut. Heute wird es als Startschuss für die urbane Entwicklung der Stadt gesehen. Früher reine Industrie – und Hafenstadt lockt sie jetzt viele KunstliebhaberInnen und Reisende an.

Vor dem Gebäude findet man die „Maman“ genannte Spinne von Louise Bourgeois…

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