An den Laghi di Lusia

Auf einem relativ steilen aber sehr gut zu gehenden Weg kommen wir schnell zum ersten See. Von 2420 m auf 2330 zu kommen ist ja auch kein Hexenwerk .

Schön liegt er da, der See. Eine Schutzhütte ist auch vorhanden. Wer weiß, ob ich die nicht mal nutzen möchte.

50 m höher, einige hundert Meter weiter liegt der zweite See. Trotz einsetzendem Regen, der auch noch kleine Hagelkörner mitbringt , müssen wir da hin. Und ja, das hat sich gelohnt!

Grandios. Aber leider müssen wir uns auf den Rückweg machen.

50m runter, 90 m hoch.

Von der Scharte geht’s dann ziemlich fix 650m runter zur Mittelstation, wo wir uns mit unseren Freunden verabredet hatten.

Das letzte Stück ging durch einen Stangenwald, mal was anderes …

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Zu Lusias Seen

Hin und weg

Ehe wir heute früh zu Lusias Seen aufbrechen, bekommen wir von Monika, der früheren Chefin der Agritur Weiss, in der wir diese Woche wohnen, einen Crashkurs in Sachen Stockeinsatz beim Wandern.

Die agile und attraktive Mittvierzigerin hat „ihr Sach“ bereits an ihre 24- und 19jährigen Töchter übergeben und gibt jetzt Ski – und Nordic walking – Kurse. Außerdem sorgt sie morgens beim Frühstück für gute Laune und plaudert mit den Gästen. Gestern hat sie uns schon (mit Hilfe eines Besens) gezeigt, dass die Wanderstöcke immer im spitzen Winkel nach hinten eingesetzt werden. Schulter locker. Tock, tock, tock, tock.

Heute wollte ich nun wissen, was sie fürs Bergabgehen empfiehlt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, kommt aufs Gelände an, aber eine Gehweise, die man gut anwenden kann, wenn nicht zu viele Steine im Weg rumliegen, ist die „Hosen voll-Variante“, wie ich sie getauft habe: in die Knie, Stöcke nach hinten, mit der Ferse…

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Zum Grasleitenpass

Auch heute haben wir uns den langen Anmarsch durch den Wald gespart und sind mit dem Kleinbus ein paar Höhenmeter das Val de Vaiolet hoch gefahren. 300 Höhenmeter. Genau so viel Höhenunterschied geht’s dann zu Fuß zur Preußhütte. Der erste Abschnitt führt durch einen Zirbenwald. Immer haben wir dabei die Hütte im Blickfeld …

Aus gutem Grund muss ich dabei an die auf hohen Felsen gebauten Klöster in Meteora/Griechenland denken.

Wir sehen Murmeltiere und Steinböcke, erfreuen uns an diesen Tieren und stehen plötzlich vor dem steilen Anstieg zur Hütte.

An der senkrechten Wand der beeindruckenden Rosengartenspitze vorbei erreichen wir nach gut einer Stunde die grandios gelegene Hütte.

Hier bieten sich zwei alternative Routen an :

Möglichkeit eins führt zu den Vaiolettürmen, die allerdings nur über einen Klettersteig erreichbar sind. Eine gute halbe Stunde nur, das klingt reizvoll. Es ist aber nach der Hälfte der Zeit klar : in der Zeit schaffe ich das nicht. Und nach der auch nicht einfachen Besteigung des Piz Boé gestern breche ich an der ersten Kletterstelle ab. Und wende mich sogleich der zweiten Alternative zu.

Die Grasleiterpasshütte soll sehr schön liegen, auch nur weitere 450 Höhenmeter höher und eben am Ende des Vaiolet-Tals. „Quasi flach“ wird mir der Weg beschrieben. Es ist ein stark begangener Weg, der aber auch seine steilen Passagen hat.

Links, rechts, geradeaus. Die steilen Felsnadeln, Felswände und auch der riesige Felsbrocken namens Kesselkogel (3002 m hoch) ziehen einen unweigerlich in den Bann. Die wechselnden Lichtverhältnisse machen das Ganze zu einem wahren Schauspiel!

Die Passhöhe (Passo Principe) bietet dann einen herrlich Blick ins nächste Tal, das nächste Joch, viele Wege auf denen viele Menschen wandern und Klettern. Ich setze mich auf die Terrasse der Grasleiterpasshütte und warte bei einem kühlen Getränk auf die Mitwanderer. Manchmal muss ich meinen Rythmus gehen und die langen Beine …

Der Rückweg zeigt dieses Tal wieder in ganz anderem Licht. Eigentlich sollte ich mich hier mal in die Landschaft setzen, einen ganzen Tag lang die Berge im Licht vieler Stunden betrachten.

Bevor es dann wieder zurück ins Tal geht – der Blick auf die Preußhütte

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Sass Boé: Wie auf dem Mond

Hin und weg

Morgens um 8 hat es frische 10 Grad. Aber die Sonne scheint und wir freuen uns auf unseren zweiten Wandertag.

Nach dem üppigen Frühstück mit hausgemachtem Brot und Käse, Speck, Wachteleiern, Trauben, Feigenmarmelade und und und fahren wir ans andere Ende des Val di Fassa auf den Pordoipass (2200m).

Ein Dorf liegt neben dem nächsten. Hunderte von Hotels stehen für Tausende von Touristen bereit: Motorrad – und Fahrradfahrer, Wanderer, Paraglider und alle diejenigen, die mit dem Auto anreisen, eine der zahlreichen Seilbahnen nutzen, sich in die Höhe schwingen und das atemberaubende Panorama genießen.

So auch wir. In wenigen Minuten bringt uns eine Gondel auf den 2950 Meter hohen Sass Pordoi…

… und spuckt uns mit rund 50 anderen Menschen in einer anderen Welt voller Stein und bizarrer Felsformationen wieder aus.

Der Adrenalinspiegel steigt. Ich atme ein wenig kürzer. Bin aufgeregt, in dieser außergewöhnlichen Landschaft wandern zu können. Danke an Freund…

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Zur Rotwandhütte

1970 hatte eine gewisse Lynn Anderson die Hitparade erobert.

I never promised you a rosegarden Ein echter Ohrwurm. Mir hat noch nie einer einen Rosengarten versprochen.

Aber Freund Moppy liegt mir mit „seinem“ Rosengarten seit einigen Jahren im Ohr und schwärmt und schwärmt. Diesmal sind wir endlich mitgefahren nach Tamion. Das liegt von Bozen kommend gleich hinterm Karerpass und eben direkt am Rosengarten.

Der südliche Teil dieses auffälligen Bergstocks wird von der Rotwand beherrscht. Sieht von unten toll aus und wie ist es da oben?

Es ist recht frisch, der heiße Sommer scheint vorbei zu sein. Ganz bequem sind wir mal zur Kölner Hütte hoch gegondelt. Zu Fuß wären die 500 Höhenmeter sicherlich kein Problem – wir haben aber den Panoramapass, da kosten die Busse und Lifte nix.

Wir purzeln also auf 2150m aus den Sesseln und stehen erstmal im Regen. Na ja, ein kurzer Schauer. Es hängen eine Menge Wolken in der baumfreien Zone rum. Schnell ändert sich das Wetter, Nebel steigen auf, eine schöne Sicht nach oben, auf die Nachbarberge (Das Latemar) und ins Tal. Und wieder zieht es zu …

Wir machen uns auf dem Hirzlweg an die südliche Umrundung dieses Felsbrockens. Meist ist unser Weg ein schöner Wanderweg, manchmal ein Pfad über vom Fels gerutschte Steine und selten ein schmaler, manchmal rutschiger Pfad.

Herrlich. Ein mal kommen wir an einen kleinen Wasserfall, der im oberen Teil über eckige Kanten fliesst, im unteren Teil aber den Fels ausgewaschen und abgerundet hat.

Herr Hirzl übrigens, ein Sachse, hat sich hier für den Tourismus Denkmaleingesetzt.

Noch viel mehr dafür hat sich ein griechischstämmiger Mann für die Entwicklung des Tourismus in dieser Gegend eingesetzt, sehr erfolgreich. Darum gibt es das Christomannos-denkmal , einen 2,70m hohen Bronzeadler.

Von hier ist es zur Rotwandhütte nicht mehr weit. Durch das nicht mehr so schroffe Gelände

geht’s mit ziemlich guter Fernsicht weiter, hinter jeder Kurve neue Ansichten.

Ganz besonders toll: die Felsen hinter der Hütte, eine begehbare Scharte, so viele Möglichkeiten.

Für heute aber reicht es, wir gehen wieder zum Adler (Diesmal frei von Touris)

Und zum nächsten Lift, und damit zum Auto.

Denn in unserer Unterkunft wartet die Sauna, der Aperitivo und natürlich das Abendessen.

In unserem Agriturismo gibt’s heute etwas Spezielles:

Ravioli gefüllt mit Löwenzahn(lecker) und Esel (auch lecker, schmeckt wie Rind, ist nur etwas festeres Fleisch)..Ein herrlicher Tag.

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Zur Lechquelle Tag 6

Eigentlich wollten wir die Tour mit ein zwei … Etappen auf dem Bodensee-Königssee-Radweg abschließen. Heute also nach Füssen, da würde sich ja auch der Kreis schließen.

Aber manchmal kommt es anders.

Zu weit wäre es ja nicht gewesen, vielleicht wären die Höhenmeter (knapp 300 m Höhenmeter Unterschied von Innenstadt nach oy-Mittelberg) ein Grund gewesen.

Aber auch der Wetterbericht ist für den Alpenrand nicht toll, eher nass.

Wie auch immer – wir entscheiden uns für einen Tag auf dem Illerradweg. Die Strecke hat es aber in sich, denn eine Umleitung zwingt uns durch die Hügel (War diese Umleitung eigentlich im Juni bei meiner Deutschlandtour auch schon eingerichtet?) So erreichen wir Kempten ohne wirklich schöne Flussabschnitte gegen Mittag.

Letztlich entscheiden wir uns dann für den Zug nach München.

Mir bleibt dann noch die Fahrt vom Münchner Hauptbahnhof nach Hause. Auf der Strecke sehe ich eine schöne Hausfassade, war mir noch nie nicht aufgefallen …

Kurze Zeit später komme ich noch durch den Olympiapark, danach mobilisiere ich nochmal alle Kräfte. Ohne Steigungen resultiert das in einer recht zügigen Fahrt. Auch herrlich – kann aber die Tage am Lech und im Allgäu nicht toppen.

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Zur Lechquelle Tag 5

Der Tag beginnt mit einer herrlich Fahrt entlang der Bregenzer Ache , abwärts Richtung Bregenz auf der Trasse der stillgelegten Bregenzerwaldbahn. 10 Kilometer Genuss im tief eingegrabenen Tal.

Leider kann man nicht bis Bregenz runter rollen. Aber einen Wanderweg gibt’s, das kommt auch auf die ToDoList.
Es gibt hier einen kleinen Campinplatz und auch ein Sträßchen nach oben. Das sind keine 200 Höhenmeter, aber leider 10%.

Oben angekommen auf 600 Meter Höhe rollt das Fahrrad ganz gemächlich wieder runter, leichte Buckel und dann eine Ansage …

Beim Blick um die Ecke fällt mir nur ein Ausdruck ein: Fake News.

Werde aber eines Besseren belehrt, Schiebestrecke auf Split. Puuh.

Wellig aber tendenziell runter geht’s nach Weihern. Schöner Ort, schattiger Kirchplatz, Metzger, Mittagspause. Wir versuchen zwei günstige Einzelzimmer in Immenstadt zu bekommen. Wir bekommen keine. Versuchen wir es eben am Nachmittag persönlich. Nach der ziemlich langen Pause fahren wir nach Simmerberg, 13%, uih, und das in der Hitze.

Hinter dem Ort können wir kurz aber wirklich nur ganz kurz rollen. Dann folgt die nächste starke Steigung nach Buch auf wieder 870 m Höhe.

Wäre die Tour zurück über den Hochtannpass eventuell leichter gewesen? Ich glaube, das muss ich mal ausprobieren 🙄

Wir kämpfen uns durch bis Oberstaufen, treffen hier auf den Bodensee-Königssee-Radweg. Und schon geht alles easy an den Großen Alpsee.

Die Zimmersuche via internet/Telefon war wieder mal zäh. Na gut, Fragen wir mal in der Touristinfo am See nach. Zimmer im Haus Mörtl, sehr urig. Und frei.

UnserecWirtin ist eine quirlige, 90 jährige Frau, das Haus in seiner Ausbaustufe innen Stand 1967, köstlich! Draussen blühen die Blumen um die Wette, sehr schön anzusehen. Muss ich morgen noch fotografieren…

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