Caravanserai – Bergesruh

Was für ein passender Name des Campingplatzes, auf dem wir die letzte Nacht mit dem T@B 400 verbringen.
Eigentlich sind wir wieder nur Autobahn gefahren, sie heute sehr voll gewesen ist und noch dazu durch viele Baustellen länger als vorgesehen befahren wurde. Naja, mit dem Caravan hinten dran sind sowieso nur 100 km/h erlaubt und im hügeligen Bereich Voigtland/bayrischer Wald/Frankenalb ist das Fahren noch meditativer, gemütlicher.
Nur am Rande will ich erwähnen, dass dieser wirklich äußerst ruhig gelegene Platz nur 6km von der A9 entfernt ist.
Das Abendessen war lecker, allerdings nicht im nahen Café Holzwurm, sondern im Restaurant am Bad in Schnaittach. Die insgesamt 13 Hügelkilometer mit dem Fahrrad waren als Ausgleich zum langen Autobahnfahren gerade richtig.und nun sitzen wir das letzte mal bei Kerzenlicht vorm Caravan und denken uns : das könnte tatsächlich ein Hobby werden, mit dem Dübener Ei bzw seinem Nachfolger durch die Lande zu ziehen…

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Caravanserai – Wotschofska

Wir fahren noch mal paddeln.
Es gibt nördlich von Lübbenau den Hochwald, ein locker mit hochwachsenden Bäumen kultiviertes Land zwischen den Fließen.
Zu gerne würden wir ja den den Theodor-Fontane-weg begleitenden Fließ paddeln, das wäre aber streckenmäßig zu weit. Es gibt aber auch so genug Wasserwege. Blutsaugende Ungeheuer übrigens gibt es heute auch im Überfluß . Leider.
Gute 18 km haben wir heute in 4 einhalb Stunden geschafft. Dass da eine angemessene Pause notwendig ist, versteht sich doch von selbst …
Es gibt da ein uralte Ausflugswirtschaft, die lange Zeit nur auf dem Wasserweg erreichbar war Wotschofska. Heute kann man herwandern oder -radeln. Oder eben -und das scheinen hier die Meisten zu machen- mit dem Boot anreisen. Köstlich!
Am Nachmittag bekommen wir Besuch aus Berlin. Wir lassen uns erst mal mit unserem Wohnei „bewundern“ und gehen dann zum Hafen in der Hoffnung, dass noch genügend Leute für eine Kahnpartie zusammen kommen. Wir warten – und tatsächlich, eine kleine Runde (75 Minuten) geht noch. Der Kahnführer weiß natürlich eine Menge zu erzählen, zum Beispiel, dass zumindest im Sommer 7 Monate lang die Post per Kahn ausgefahren wird. Nach dem Abendessen setzen wir uns auf ein Bierchen vor den Caravan. Der steht ja direkt am Schloßteich … und damit werden wir quasi zum Abendessen. Mückenalarm!

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Caravanserai – Schlepzig

Schlepzig.
Diesem Dorf eilt ja ein Ruf voraus, unfassbar.
Selbst Antje aus meinem Lieblingslokal hat uns das dringendst empfohlen.
Gut, Räder haben wir dabei. Zum Paddeln wär’s einfach zu weit.
Entlang der Spree fahren wir nach Lübben. Dabei kommen wir durch ein Gebiet, das Barzlin genannt wird. Hier sind zur Zeit viele Felder überflutet, scheint eine für Reisanbau geeignete Gegend zu sein.
Sehr schön präsentiert sich uns die Tierwelt mit vielen Störchen, einigen Fischadlern und einem Schwarzstorch.
Vor Schlepzig führt uns der Spreeradweg einige Kilometer durch ein Gebiet mit vielen und großen Fischteichen, ein schöner Ablick. Überbleibsel vom Tagebau? Soweit nördlich?
Nein, künstlich angelegte Fischteiche, 1m30 nur tief. Und berühmt fürs Abfischen Anfang Oktober – das muss ein schönes Volksfest sein. Heute liegen die Seen ruhig im Sommerlicht.
Schlepzig erreichen wir von Süden, genau die richtige Seite um gleich im dritten Haus auf der linken Seite einen Stop einzulegen. Das Spreecafe bietet lecker Kaffee und Kuchen, wir sitzen dabei in einem Kahn, der allerdings nicht im Wasser liegt.
Keine 200 Meter weiter stoßen wir auf die Dorfstraße, mithin das Zentrum des Dorfes. Gleich rechter Hand ist unser eigentliches Ziel, die Spreewald-Destillierie . Spreewood-distillers steht auf der Visitenkarte 🙂
Es gibt genau eine Sorte Whiskey, Singlemalt. Eva sagt : sehr lecker. Ich sage: schön weich. Na, da kaufen wir doch ein Fläschchen. In meine flauschige Jacke gewickelt in der Tasche verstaut wird das kostbare Nass sicher nach Hause gebracht. Die zweite Sorte, wird uns erzählt, sei gerade aus, gibt’s ab Januar 2018 wieder.
Bei leichtem Nieseln verlassen wir Schlepzig. Und nehmen den gleichen Weg zurück. Das Nieseln hat sichbald gelegt und wir üben uns im Pfützen-Slalom, die Wege sind eben oftmals naturbelassen. Überraschung dann wieder im Barzlin : Große Vögel auf Futtersuche. Kraniche. Hätte ich jetzt gar nicht mit gerechnet. Freu mich aber. Im Fernglas fast formatfüllend, auf dem Bild der Kamera (hatte nur die Klick-klack dabei) natürlich nur ein grauer Punkt im weiten Grün. Kein Kranichbild hier also.
Nach 61 Kilometern fallen wir wieder in der Brauerei Babben ein und genießen Bratwürste, Schmalzbrote – und das Bier natürlich

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Caravanserai – Spreewaldpaddeln

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Caravanserai – Spreewaldpaddeln

Kanu ? Kajak ? Ein Kanadier war es jedenfalls nicht. Und ich glaube, „Kanu“ ist der Oberbegriff für Paddelboote, die keine Runderboote sind ?!

Es war also großer Kajak bei uns. Mutig steigen wir nach unserem Frühstück am See in das geschlossene Doppelkajak und paddeln los.Das hatten wir erst einmal gemacht, mit einem Kanadier und mit unfreiwilligem Bad …

Schon nach der ersten Kreuzung  geht das ziemlich gut und wir beschließen, nicht die vom Vermieter empfohlene Kurztour nach Wotschofska zu nehmen sondern gleich eine große Tour nach Leipe. Dazu schlängeln wir uns über diverse Fließe zur (Haupt-)Spree und folgen dieser bis Leipe. Zurück geht’s auf kleinen undgrößeren Fließen. Wasserwege gibt es hier wirklich im Überfluß. Früher wurde sogardie Post über’s Wasser gebracht.

Wir sind begeisert. Nach und nach lernen wir, das Kajak gemeinsam in die Richtung zu bekommen, die wir wollen. Immer besser synchronisieren wir die Paddel. Und immer mehr versinken wir im Spreewald, der Ruhe, den kleinen Lebewesen am Uferbewuchs. Libellen gibt hier tausendfach, die Zahl der Moskitos ist erstaunlich gering.
Die Lichtstimmung im durch die Wasserwege lichten Wald ist herrlich und wechselnd, je nach Fahrtrichtung und direktem oder indirektem Sonnenlicht.
Spannung kommt vor der ersten Schleuse auf. Wir hatten schon gestern gesehen, daß viele Schleusen von Menschen gegen Trinkgeld bedient werden.
Keiner muss aus dem Boot raus, da geht das Schleusen ruckzuck (der Unterschied sind -heute- meist so 20 cm). Auch unsere erste Schleuse ist derart bedient. 50 Cent oder 1 € ins Döschen und freudig geht es weiter.
Die letzte Schleuse des Tages ist nicht besetzt, ist ja auch der Normalzustand. Gut, dann schleusen wir allein. Auf der anderen Seite desFließ entdecke ich eine „Kanu-Rolle“, davon hatte ich gelesen, konnte mir aber nix darunter vorstellen. Wir probieren es aus. aussteigen, das Boot über Rollen über einen Hügel ziehen (da fällt mir doch gleich der Film ‚Fitzcaraldo‘ mit Klaus Kinski ein ) und wieder einsteigen. Dauert aber genauso lange wie Schleusen, nach uns Fahrende machten uns das mal vor.
Zweimal sind wir eingejkehrt auf unsere 17 kilometer-Tour. Kanu am Steg befestigen, Fassbrause genießen, wieder einsteigen und weiter gehts.

Der zweite Stop bei der ‚Spreewädlerin‘ war abseits der großen Touristenströme. Hier mussten wir das Boot auf die Wiese ziehen, ist aber keine Problem. Die Terrasse liegt nicht am Wasser, der Kuchen und die Plinsen aber waren hervorragend.
Die Rückfahrt gind schon so routiniert, daß wir schon mal Pläne schmiedeten für kommende Urlaube.
Die Begeisterung ist so groß, daß wir wohl nochmal eine große runde drehen werden.
Ach, ein Problemchen will ich nicht verscweigen. Schnell mal Pipi machen ist nicht ….

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Caravanserai – Tour de Spreewald

Lübbenau, Spreewald. Schönes Wetter, wenn auch erstmal sehr frisch.
Viel Wasser durchfließt den Spreewald, die Spree natürlich und eine Menge Kanäle, Fließe genannt.
Die Verzweigungen der Spree und die künstlich angelegten Kanäle in dieser traumhaften (weil natürlichen) Moor-Landschaft verführen natürlich zu einer Kanutour. Oder auch zu einer Kahnfahrt mit den hier genutzten Kähnen, die nicht gerudert werden sondern mit einer Eschenstange stakend bewegt werden. Das Wasser ist wegen des geringen Gefälles sehr ruhig.
Wir haben uns das Kanufahren für morgen vorgenommen, heute wollen wir uns die Gegend vom Rad aus erschließen.
Von Lübbenau nach Lübben fahren wir meist auf einem pielgeraden Damm, anschliessend auf der anderen Seite der Spree wieder zurück, meist durch landschaftlich genutzte Flächen, manchmal an einem Kanal. Hinter Alt Zauche wird uns das langweilig und wir folgen dem Schild Theodor-Fontane-Weg in den Spreewald.
Super Idee. Kleine Brücke führen über die Fließe. Und ziemlich bald erkennen wir auch, warum kein Radwegweiser den Weg anpreist: Für Radfahrer nicht empfehlenswert.
Aber auch dieserWeg hat ein Ende und zwar beim Waldschlösschen bei Burg/Kauper. Eva ist von den Plinsen mit Zimtzucker begeistert, mir ist daszu hefig. Plinsen sid dünne Pfannkuchen aus einem Hefeteich.
Die letzten der 53 Kilometer gehen flott auf einem schön breiten Radweg nach Lübbenau, wo wir noch das örtliche Bier der Brauerei Babbel testen. War sehr lecker und süffig…

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Caravanserai – auf zu neuen Ufern

Gut, daß ich das Sonnensegel schon gestern Abend abgebaut hatte. Heute nämlich wäre es als solches überhaupt nicht zu verwenden gewesen.
Es regnet .
Nicht stark, aber es regnet. Naja, heute ist ja sowieso Reisetag.
Wir verlassen die Mecklenburgische Seenplatte (hat uns sehr gut gefallen!) und fahren in den Spreewald nach Lübbenau.
So einen Caravan wieder reisetüchtig zu bekommen nimmt auch einige Zeit in Anspruch, die Abwässer entsorgen, die Fahrräder anbringen, die Dinge im Wagen sicher verstauen und natürlich die Stützen hochkurbeln. Und die Gasflasche zudrehen und zuletzt das Gefährt so hinbugsieren, dass man das Auto vorfahren kann. 40 Minuten, glaube ich, gaben wir gebraucht. Das Sonnensegel abbauen plus verstauen hat genauso lange gedauert. Naja, war ja auch das erste Mal.
Zur Autobahn waren es dann wieder die gemütlichen 7 Kilometer. Die Autobahn war mal leer und mal wegen Baustellen langsam. 260 km etwa. Dann – witzig, als hätte ich alle Plätze nach genau einem Kriterium ausgesucht – dann sinds nur sechs oder 7 Kilometer bis zum ‚Camping am Schlosspark‘. Wir haben einen herrlichen Platz direkt am Fließ (diesen kleinen Kanälen, die zum Spreewald gehörenwie Gurken) . Hoffen wir mal, dass die Mücken uns das nicht vermiesen…
Ich hatte noch garnicht erwähnt, dass wir die Regenwolken auf Höhe von Berlin verloren hatten. Den Wagen aus- und uns einrichten war im trockenen recht schnell erledigt.
Kaffee und Kuchen gab’s aber wegen leichten Regens in der kuscheligen Ecke des Wohnwagens. Als dann Kaffee, Kuchen und auch der Regen aus waren, haben wir uns zum Einkaufen in die Stadt aufgemacht.
Ein kleines Städtchen miterstaunlich vielen kleinen Läden, in denen es tolle Sachen zu entdecken gibt. Knackwürste zum Beispiel, in die Gurkenstückchen eingearbeitet sind. Köstlich mit des Fleischers Kartoffelsalat!
Wieder zuhause schaffen wir es gerade noch, das Regensegel aufzubauen. Der Rest des Abends findet für uns wieder in der gemütlichen Ecke statt.
Hier kann es ja sowas aus Kübeln regnen …

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